Du führst eine Marketingagentur, die E-Mail- und SMS-Kundenbindung für Onlinemarken macht, und deine besten Kunden verkaufen eigene Produkte über Shopify. Der Käufer ist klein und nah an den Zahlen: die Gründerin einer Marke mit 20 Leuten oder der Head of Ecommerce oder Growth, sobald das Team über 50 wächst. In diesem Anwendungsfall findest du genau diese Leute bei Shopify-Marken in den USA, beginnst jede Mail mit etwas Echtem aus ihrem Shop und machst aus einem Ja ein Gespräch von 20 Minuten.
- Eine gespeicherte Liste mit etwa 3.000 Gründern und Wachstumsverantwortlichen bei US-Shopify-Marken mit 11 bis 200 Mitarbeitenden.
- Eine Kampagne mit drei Mails in einem Thread, jede beginnt mit einer Produktlinie oder einem Launch aus dem Shop der Marke.
- Ein Angebot, zu dem man leicht Ja sagt, eine kostenlose Analyse ihrer Mails, und eine Untersequenz, die dieses Ja von selbst beantwortet.
Die Empfänger sitzen in den USA, deshalb sind die Mails unten auf Englisch. Die Erklärungen sind auf Deutsch.
Schritt 1. Zuerst den Satz schreiben
Unserer lautet so. „Gründer und Ecommerce- oder Growth-Verantwortliche bei US-Marken auf Shopify, die eigene Produkte verkaufen und 11 bis 200 Mitarbeitende haben.“ Achte darauf, was fehlt. Kein Umsatzband und kein „schnell wachsend“. Beides kannst du von außen nicht prüfen, und ein Filter, den du nicht prüfen kannst, gibt dir eine Liste, der du nicht trauen kannst.
Schritt 2. Die Filter setzen
Öffne Suche, dann Personen. Setz diese Filter und lies nach jedem die Zahl.
| Filter | Wert | Warum |
|---|---|---|
| Standort | USA | Ein Markt, ein Zeitzonenplan, ein Satz Texte. |
| Branche | Einzelhandel, Konsumgüter, Bekleidung und Mode, Kosmetik, Lebensmittel und Getränke | Marken mit physischen Produkten. Lass Software und Internet weg, sonst kommen Shopify-App-Anbieter und Agenturen wie deine mit. |
| Technologie | Shopify | Nur Firmen, deren Website auf Shopify läuft. Öffne die Zeile Technologie und wähl Shopify aus der Liste. |
| Mitarbeiter | 11-50, 51-200 | Unter 10 macht die Gründerin alles selbst und kauft selten eine Agentur. Über 200 gibt es ein eigenes Team. |
| Jobtitel | Founder, CEO, Head of Ecommerce, Head of Growth, Director of Ecommerce, Marketing Director | In kleinen Marken entscheidet die Gründerin, in größeren der Ecommerce- oder Growth-Lead. |
| Muss haben | Nur Leute, die du anschreiben kannst. |
Der Link unten setzt alles außer Technologie, die fügst du in der Filterleiste von Hand hinzu. Er schließt auch Assistenzen und Praktikanten aus. Findet Technologie weniger Marken als erwartet, setz shopify zusätzlich unter Stichwörter. Stichwörter schauen darauf, was eine Firma über sich selbst sagt, und viele Marken nennen dort ihre Shop-Plattform.
Diese Suche in Argorant öffnen

Schritt 3. Erst die Zahl, dann zwanzig Zeilen lesen
US-Shopify-Marken dieser Größe sind ein großer Markt, rechne mit mehreren tausend Personen. So liest du die Zahl.
- Über 20.000 heißt meist, Technologie greift nicht. Prüf, ob der Shopify-Chip über den Ergebnissen steht.
- 3.000 bis 15.000 ist der Arbeitsbereich. Fang mit 3.000 an und heb den Rest für spätere Wellen auf.
- Unter 1.000 heißt, die Titel sind zu eng oder Technologie ist zu streng. Setz
shopifyals Stichwort und versuch es noch einmal.
Dann scroll zwanzig Zeilen. Schau mehr auf die Firmennamen als auf die Titel. Siehst du Softwaretools, Shopify-Apps oder Agenturen, sind sie über Konsumgüter oder Einzelhandel hereingerutscht. Nimm diese Branche raus und schau, was bleibt. Zwei Leute derselben Marke sind kein Problem. Die Kampagne schreibt beiden, und wer antwortet, entscheidet, wer mit dir spricht.
Schritt 4. Liste speichern, nur gültige Adressen behalten
Klick auf Passende auswählen, wähl die Anzahl und dann Liste speichern. Ein Name, der auch in drei Monaten noch passt, ist US - Shopify brands 11-200 - founders and ecom. Eine gespeicherte Liste behält die Filter, im nächsten Quartal zeigt sie also auch die Marken, die inzwischen zu Shopify gewechselt sind.
Wenn du die Liste an die Kampagne hängst, nimm nur Gültig. Kleine Marken haben oft Catch-all-Domains, und genau dort entstehen Bounces. Jede Person aus der Suche kostet 1 Credit, außer du hast sie schon freigeschaltet.
Schritt 5. Eine Zeile aus ihrem Shop
Jede Agentur schreibt „Ich liebe eure Marke“. Gelesen wird die Zeile, die etwas nennt, das man nur aus ihrem Shop wissen kann, eine Produktlinie oder einen neuen Launch. Sie bekommt eine eigene Variable, {{custom_store_detail}}, und jede Marke ohne eigene Zeile bekommt einen Ersatztext, der trotzdem gut klingt.
- Aus einer Datei. Exportier die Liste, füg eine Spalte
custom_store_detailhinzu und lad sie in der Kampagne mit CSV hochladen hoch. - Aus Claude oder ChatGPT. Dein Assistent öffnet jeden Shop, wählt eine echte Produktlinie oder einen Launch, zeigt dir zuerst fünf Beispiele und speichert den Rest, wenn du zustimmst. Er erfindet nie ein Produkt, eine Bewertung oder eine Umsatzzahl.
Richte für meine Kampagne "Demo: Shopify brands retention" eine persönliche Zeile namens custom_store_detail ein.
Sie nennt auf Englisch eine echte Produktlinie oder einen neuen Launch aus dem Shop der Marke,
als Satzteil nach "Had a look at", 4 bis 10 Wörter, kleingeschrieben,
z. B. "the new cold brew concentrate launch".
Ersatztext: "your store and your best sellers".
Zeig mir zuerst fünf Beispiele mit der Seite, von der du sie hast. Erfinde nie ein Produkt.
| Firma | Persönliche Zeile | So liest sich der Satz |
|---|---|---|
| Fernhill Coffee Co | the new cold brew concentrate launch | Had a look at the new cold brew concentrate launch. |
| Wrenfield Linen | your linen summer collection | Had a look at your linen summer collection. |
| Larkspur Skincare | the refill pouches for your cleansers | Had a look at the refill pouches for your cleansers. |
| Ohne eigene Zeile | your store and your best sellers | Had a look at your store and your best sellers. |
Schritt 6. Die drei Mails schreiben
Klick auf Neue Kampagne, gib einen Namen ein, häng die Liste an und geh zu E-Mails. Die Sequenz unten verkauft Kundenbindungs-Flows. Verkaufst du Paid Social oder Creatives, behalt die Form und tausch den mittleren Absatz.
Ein echtes Detail, ein Satz mit Haltung, eine kleine Bitte. Dass das Konto ihnen gehört, beantwortet die erste Sorge, die Gründer bei Agenturen haben.
Eine kleinere Bitte als ein Gespräch. Eine Analyse ist Arbeit, die du einmal machst und wiederverwendest, und ein Grund zu antworten, auch für jemanden, der diesen Monat nicht kauft.
Der Abschied, der nach der richtigen Person fragt und ein leichtes Nein anbietet. Auch ein Nein hilft, die Marke fällt aus deiner nächsten Welle.


Klick auf Vorschau ansehen und lies die Version mit Ersatztext. „Had a look at your store and your best sellers“ passt für eine Marke, bei der du nichts Konkretes gefunden hast.

Schritt 7. Postfächer für 3.000 Personen in 5 Wochen
Kaltakquise geht nie über deine Hauptdomain. Sie läuft über eigene Postfächer auf Domains, die nach dir aussehen, zum Beispiel eine kurze Variante deines Markennamens. Wenn eine davon müde wird, legst du sie still, und deine echte Domain bekommt davon nichts mit.
Die Rechnung für diese Kampagne. 3.000 Personen in 5 Wochen sind etwa 120 neue Personen pro Werktag. Jede bekommt drei E-Mails, sobald sich die Nachfassmails überlagern, sind das rund 360 E-Mails am Tag. Bei 5 Kaltmails pro Postfach und Tag brauchst du also etwa 72 Postfächer.
| Eingabe | Wert |
|---|---|
| Neue Personen pro Werktag | 120 |
| E-Mails pro Person | 3 |
| E-Mails pro Tag, wenn alles läuft | etwa 360 |
| Kaltmails pro Postfach und Tag | 5 |
| Postfächer | etwa 72 |
Zwei Wege dahin. Unter Ansprache, Postfächer verbindest du Postfächer, die du schon hast, von Google, Microsoft oder jedem anderen Anbieter. Oder du lässt dir neue Microsoft-365-Postfächer auf neuen Domains einrichten. Die gibt es in Paketen ab 100 Postfächern, du brauchst dafür keinen Tarif, und sie verbinden sich von selbst mit deinen Kampagnen. 100 Postfächer schaffen 500 Kaltmails am Tag, also Luft für eine zweite Kampagne.

Neue Postfächer warten mindestens 24 Stunden, bevor sie senden. Das Aufwärmen ist dabei und startet ausgeschaltet. Schalte es für neue Postfächer ein und lass es ein bis zwei Wochen laufen, bevor die volle Menge rausgeht. Erhöhe nie das Limit pro Postfach, um schneller zu sein. Mehr Postfächer sind der richtige Hebel.
Schritt 8. Zeitplan und Start
Im Schritt Absender des Assistenten sind alle verbundenen Postfächer angehakt. Nimm die raus, die zu anderen Kampagnen oder Marken gehören. Die Mails rotieren über die Postfächer, die übrig bleiben, und jedes hält sein eigenes Tageslimit ein.
Im Schritt Zeitplan stellst du die Zeitzone der Empfänger ein, hier USA Ostküste (ET), nicht deine eigene. Lass das Versandfenster bei 09:00 bis 17:00, Wochenenden auslassen an und den Abstand zwischen zwei Mails pro Postfach bei 60 bis 120 Minuten. Reiner Text bleibt an, so sieht die Mail aus wie von einem Menschen und hat kein Tracking-Pixel.

Im letzten Schritt liest du die Zusammenfassung, als hätte jemand anderes die Kampagne gebaut: Zielgruppe mit den gewählten Stufen, Sequenz mit Wartezeiten, Absender, Start und Tempo. Dann Kampagne starten. Ohne Absender und Leads geht das nicht, und Postfächer im ersten Tag halten den Start auf, bis sie bereit sind. Danach prüfst du im Tab Einstellungen, dass Bei Antwort stoppen und der Bounce-Schutz an sind. Der Bounce-Schutz pausiert die Kampagne, wenn mehr als 10 % zurückkommen, sobald 100 Personen angeschrieben sind.

Schritt 9. Antworten und gebuchte Termine
Jede Antwort landet in der Unibox, aus allen Postfächern und Kampagnen, und bekommt automatisch ein Label. Die Standardlabels sind Interessiert, Terminanfrage, Abwesend, Abmeldung und Sonstiges. Schalte in den Einstellungen zusätzlich Empfehlung und Falsche Person ein. In unserer größten Kampagne war jede vierte Antwort von einem Menschen ein Verweis auf eine Kollegin, öfter als ein direktes Ja.

Ein Ja beantwortet die Kampagne selbst, mit einer Untersequenz. Sie startet, wenn eine Antwort eines deiner Stichwörter enthält, nimmt die Person aus der Hauptsequenz und antwortet im selben Thread im nächsten Versandfenster. Eine Antwort wie „kein Interesse“ oder eine Bitte, nicht mehr zu schreiben, löst nie eine Untersequenz aus.
Öffne in der Kampagne den Tab Untersequenzen, klick auf Untersequenz hinzufügen und nimm diese Keywords. interested, teardown, send it, sure, tell me more, pricing. Dann schreib die erste Mail. Sie hält das Versprechen aus Follow-up eins und schlägt zwei Zeiten vor.
Liefer, was du angeboten hast, und bitte dann um 20 Minuten, um es durchzugehen. Eine Gründerin, die deine Analyse gelesen hat, weiß schon, worum es im Gespräch geht.

Jeden Morgen filterst du die Unibox nach Terminanfrage und Interessiert. Das sind die Gespräche, die eine Antwort von einem Termin entfernt sind. Schlag eine konkrete Zeit vor statt nur einen Link, und häng deinen Buchungslink als zweite Option an. Wenn der Termin steht, setz das Label auf Termin gebucht, damit deine Zahlen ihn zählen. Verweise beantwortest du am selben Tag: kurz bedanken, die genannte Person anschreiben und den Namen der Person nennen, die dich geschickt hat.
Wenn du lieber aus Claude oder ChatGPT arbeitest, kann dein Assistent die Unibox lesen, Antworten nach Label sortieren und Entwürfe schreiben. Gesendet wird erst, wenn du es bestätigst. Wie das geht, steht im Anwendungsfall Alles aus Claude oder ChatGPT steuern.
Was du erwarten kannst
Die Spannen unten kommen aus unserem eigenen Versand, hochgerechnet auf 3.000 Personen. Unsere gesunde Kampagne, zwei Mails an eine Liste nur mit gültigen Adressen, aus Postfächern mit 5 Kaltmails am Tag, kam auf 1,3 % Antworten von Menschen pro angeschriebener Person. Kampagnen aus überlasteten Postfächern lagen bei 0,3 %. Ein Fünftel der Antworten von Menschen sagt Interesse, ein Viertel verweist auf eine Kollegin oder einen Kollegen. Das sind Richtwerte, keine Zusagen. Angebot, Zielgruppe und Text verschieben sie stark. Die Antwortquote in Argorant zählt auch Abwesenheitsnotizen mit und liegt deshalb höher. Vergleiche diese Werte mit der Antwortquote ohne Abwesenheit.
| Kennzahl | Für 3.000 Personen |
|---|---|
| Antworten von Menschen (0,3 bis 1,3 %) | 9 bis 39 |
| Davon mit Interesse | 2 bis 8 |
| Verweise auf die richtige Person | 2 bis 10 |
| Bounces bei nur gültigen Adressen | unter 1 % |
| Gebuchte Termine, wenn du am selben Tag antwortest | 3 bis 12 |
Gründer kleiner Marken bekommen viele Agenturmails, die Latte liegt hoch, und die kostenlose Analyse leistet einen großen Teil der Arbeit. Rechne mit mehr Antworten auf Follow-up eins als in anderen Märkten, und damit, dass ein Teil davon nur die Analyse will. Schick sie trotzdem. Manche dieser Marken melden sich im nächsten Quartal, wenn sie das Weihnachtsgeschäft planen.
Zeitlich sieht das so aus. Die ersten Antworten kommen in der ersten Woche, 65 % aller Antworten kommen innerhalb einer Stunde nach Eingang der Mail und 84 % auf die erste Mail. Nach 5 Wochen hat jede Person die ganze Sequenz bekommen, eine Woche später ist fast alles da, was noch kommt. Bleibt der Wert nach ein paar hundert Personen nahe null, prüfe zuerst die Zustellung und erst dann den Text.
Dasselbe aus Claude oder ChatGPT
Jeder Schritt oben geht auch als Gespräch, sobald Argorant verbunden ist. Diese Bitte baut die Liste. Dein Assistent zählt, zeigt Beispielzeilen und fragt, bevor er einen Credit ausgibt.
Das ganze Setup, vom Verbinden des Assistenten bis zum Start und den Antworten, steht in Alles aus Claude oder ChatGPT steuern.
